Impuls-Resonanz - Gedanken zur Gravitation - Teil 1

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1. Die Matrix

In der Mathematik verwenden wir den Begriff „Matrix“ als eine Bettungsstruktur für Zahlenwerte. Die Plätze, auf denen Zahlen stehen können, aber nicht müssen, sind untereinander mit festen Regeln verbunden. Ist die Matrix gefüllt, hat sie eine eindeutige Funktion. Die Zahlenwerte auf den entsprechenden Plätzen verursachen das Ergebnis der Matrix, ebenfalls ein Zahlenwert. Die Matrix selbst kann sehr einfach sein, z.B. die Beträge eines Vektors in den drei Dimensionen, aber auch ein ganzes Rechenwerk z.B. zur Lösung eines linearen Gleichungsystems. Diese Matritzen selbst sind untergeordnete Teile einer größeren Struktur, die sich jemand zur Beschreibung und Lösung einer komplexen Aufgabe zurechtgeschneidert hat. Dieser Jemand, Ingenieur, Wissenschaftler, Mathematiker ist so zum Schöpfer einer komplexen Matrixstruktur geworden, deren Herr er ist und der diese Struktur als ihr Schöpfer bestens durchschaut.

Wird diese Matrixstruktur nun mit Zahlenwerten gefüllt, dann spuckt die Matrix ein Ergebnis aus, hat diese Matrix Aufgabe und Funktion erhalten. Ohne Zahlenwerte ist sie jedoch lediglich ein Konstrukt, eine Schöpfung, noch ohne Leben. Natürlich kann der Schöpfer, z.B. der Mathematiker, sich daran erfreuen, wohlwissend, dass er Zahlenwerte hineingeben kann oder auch nicht. Erst wenn er dies tut, erschließt sich die Matrix als lebendiges Wesen mit Aufgabe und Funktion und auch der Frage, ob sie fehlerfrei funktioniert und wo sie ihre Grenzen hat. Es ergibt sich die grundlegende Frage, ob eine solche Matrix einen Sinn hätte, gäbe es die Zahlen nicht. Hätte ihr Schöpfer den Wunsch, seine erdachte Matrix sich entfalten zu sehen, so müßte er die Zahlen dazu erschaffen, gäbe es sie noch nicht.

Ein Beispiel für eine naturgegebene Matrix ist die Fibonacci-Reihe. Das einfache Gesetz dieser Reihe lautet: Eröffne zwei Felder für ganze Zahlen und belege das erste Feld mit Null, das zweite mit 1. Jedes weitere Feld, das in Reihe hintereinander entstehen kann, wird mit der Summe der beiden vorherigen gefüllt. Daraus ergibt sich die Reihe 0,1,1,2,3,5,8,13,21, usw. Viele Vorgänge und Proportionen in der Natur folgen genau dieser Reihe. Und weiter: Der Quotient aus einer Zahl dieser Reihe durch die davor liegende Zahl ergibt in Näherung eine Proportion von Länge zu Breite, die in der Natur als besonders wohlgeformt, harmonisch und ästhetisch gilt. Man nennt dieses Verhältnis den „goldenen Schnitt“.

Könnten wir uns die Schöpfung, soweit wir sie überhaupt erkennen, als eine solche Matix vorstellen – als eine Idee, ein hochkomplexes Konstrukt mit Aufgaben und Funktionen? Eine Matrix die aber noch die Zahlenwerte erhalten muß, wenn sie ihre Funktion entfalten können soll. Könnten diese benötigten Zahlenwerte in der Analogie als der Stoff der Schöpfung angesehen werden?

Umgekehrt ergeben Zahlenwerte ohne Matrix, ohne einbettende Ordnung in dieser Vorstellung gar keinen Sinn. Sie würden nur im sinnlosen Chaos umhertaumeln und sich irgendwo im Nirgendwo verlieren, ohne jemals Beziehungen untereinander herstellen zu können.

„Am Anfang war das Wort“ – am Anfang war die Matrix, die Ordnung, die Funktion. Erst danach wurden Zahlenwerte, wurde Stoff benötigt, oder besser Wertigkeit in Form von Stoff allerelementarster Art, portioniert und in diskreten Portionen, mit der Fähigkeit, in die Matrix zu gleiten und dort Plätze einzunehmen. Dann brauchen wir die Elemetarmatrix, die allerkleinste Einheit, damit der Stoff seine elementare Funktion einnehmen kann. Burkart Heim spricht in seiner Quantenfeldtheorie vom Metron, einer Elementarfläche, die den Elementarraum begrenzt. Könnte man sich darunter vielleicht die Elementarmatrix vorstellen?

Die Elementarmatritzen könnten sich nun aufgrund ihrer elementaren Eigenschaften gruppieren, um größere Einheiten zu bilden, Cluster, größere Cluster, Riesencluster, die dann vielleicht die Matrix für Elementarteilchen bilden. Elemetarteilchen, die wir als Quanten, Neutronen, Protonen, Elektronen usw. bezeichnen.

Der Physiker Jules Muheim, der bis zu seinem Tod Ende der Neunzigerjahre an der ETH in Zürich geforscht hat, leitete in seiner Wechselwirkungskosmologie eine Frequenz von 10 100 Hz her, mit der Materie entsteht und vergeht. Könnte man vielleicht eher sagen, mit dieser Frequenz strömt ungebundener matrixloser Stoff in eine Matrix hinein, um sie auch gleich wieder zu verlassen. Sichtbarkeit und Funktion von Stoff entsteht erst in der Anordnung innerhalb einer Matrix. Deshalb die Vorstellung, Stoff entsteht und vergeht – besser: Stoff sucht die Ordnung und verläßt sie zwingend sofort wieder, sucht die Funktion und flieht sie – der Geist Gottes? Es wäre ein dynamischer Vorgang. Der die Matrix füllende Stoff hat keine Verweildauer, weil es die Zeit als Dauer gar nicht gibt – kaum ist er drin, geht er schon wieder.

Dieses hochfrequente Entstehen und Vergehen, Annehmen und Verlassen von Funktion, sich der Meßbarkeit hingeben und wieder entziehen – diese Vorstellung liefert eine zwar noch abstrakte aber doch sehr brauchbare Vorstellung von Phänomenen, die wir aus der Quantenphysik kennen. Die Dualität des Lichts, der Spin von Elektronen und vieles mehr könnte mit dieser Vorstellung eine weitergehende Erklärung finden.

Nehmen wir an, die geschaffene Matrix eines ganzen Universums hätte nicht nur Gestalt und Funktion, sondern auch Ausdruck in Form von Sinn und Ziel, dann hieße dies, dass die Matrix in ständiger und zielgerichteter Veränderung ist – der hineinströmende Stoff gibt der Matrix also Ausdruck, Form und Funktion. Nur das träge Auge sieht nicht, dass diese Trinität Ausdruck, Form und Funktion andauernd entsteht und vergeht und sich bei jeder neuen Entstehung Veränderungen manifestieren. Veränderungen als Teil der Funktion – die letztendlich das ausmachen, was wir Evolution nennen.

Stellen wir uns weiter vor, dass die unendlich komplexe Matrix der Schöpfungsidee selbst das Produkt aus unendlich vielen Teilmatritzen ist und nur darauf wartet, mit Stoff gefüllt zu werden, der sie dann sofort wieder verläßt, dann entsteht in unserem Bemühen um das Verstehen des Prozesses ein Bild wie etwa dieses:

Wenn ich an dieser Stelle von Zeit spreche, dann nur um des Verständnisses Willen. Wenige Vorgänge nacheinander benötigen wenig Zeit, viele Vorgänge nacheinander benötigen viel Zeit. Es fehlt mir schlicht ein treffender Begriff für den Prozess „Nacheinander, ein Ereignis bedingt das nächste“. Wir empfinden diesen Vorgang dann als Zeit.

Einfachste Matritzen sind sehr schnell mit Stoff gefüllt und wieder entleert. Ihre Frequenz von Entstehen und Vergehen ist sehr hoch – vielleicht sind es die 10 100 Hz, von denen Jules Muheim gesprochen hat. Komplexere Strukturen wie etwa ein Elektron (das sind Riesen im Vergleich zu einer Elementarmatrix) benötigen etwas mehr Zeit, Riesenkomplexe wie z.B. eine lebende Zelle benötigten dann sehr sehr viel Zeit, bis sie aufgebaut sind. Wir müssen dabei bedenken, dass das Einströmen von Stoff in eine Matrix und das wieder hinausströmen ja nicht für das gesamte Universum mit einer getakteten Uhr zugleich erfolgt – sondern die einzelnen Matritzen und Matritzensysteme haben im Verlaufe ihrer Existenz sozusagen eine eigene Uhr entwickelt. Könnten wir eine solche lebende Zelle deshalb in einem extrem langsamen Zeitraster betrachten, so würden wir eine Art wildes Blinken sehen, weil permanent irgendwo eine Matrix gerade leer ist und nicht sichtbar, andere gerade gefüllt und deshalb „da“ sind.

Diese Vorstellung der komplexen Matrix, die im permanenten Wechsel mit Stoff gefüllt und wieder geleert wird, ist der Ankerpunkt einer vollkommen anderen Sicht der Schöpfung und diese Vorstellung wird uns letztendlich weiterhelfen, das zu verstehen, was wir als „Energie“ im allgemeinen bezeichnen und was am Ende dorthin mündet, wo wir die eigentliche Quelle der Energie erkennen. Alles davor liegende ist nichts anderes als die Umwandlung von Energie von der einen in die andere Form.

Was wir „Freie Energie“ nennen, ist „mit Verlaub gesagt“, genauso wenig wert wie die Begriffe der konservativen „Mainstream“-Wissenschaft. Wir müssen endlich unseren Verstand zusammennehmen und den Mut aufbringen, die bisherige Vorstellung der Welt im wissenschaftlichen Sinne über Bord zu werfen und nochmals ganz von vorne zu beginnen.

In den folgenden Kapiteln werde ich versuchen, meine sehr weit reichenden Einsichten so verständlich zu machen, dass daraus im Dialog mit den vielen Interessierten ein Erklärungsmodell der Welt entsteht, mit dessen Hilfe wir dann die sogenannte Freie Energie in ihrer Substanz verstehen und nutzbar machen können. Ich liefere keine Erklärung, sondern möchte dazu anregen, im Dialog gemeinsam einen Weg der Beschreibung und des Verstehens finden.


Dieter Schall

Die weiteren Teile
Teil 2 - Raum und Stoff
Teil 3 – Impuls-Resonanz
Weitere Teile in Arbeit