Identifikation
Maurice Forgeng Topics - Spiritualität Saturday, 27 August 2011 18:08 | Print |  E-mail
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Wer_bin_ichWer bin ich?

Dies ist eine einfache, aber ganz zentrale und fundamentale Frage, die sich viele früher oder später in dieser Zeit einmal stellen. Um auf diese Frage eine zufrieden stellende Antwort zu erhalten, muss man tief in sich gehen.

Es gibt verschiedene Wege, auf diese Frage eine Antwort zu geben. Entscheidend für den Weg ist immer der Ansatz oder die Perspektive. So kann jemand, den man fragt, wer er/sie sei, als Antwort den Namen, den Beruf, die Hobbies oder die einzelnen Charaktereigenschaften nennen. Dies könnte man allerdings eher als Rollen beschreiben, die diese Person angenommen hat und in ihrem Leben ausführt. All diese Dinge, einschließlich seines Namens, kann man jederzeit ändern. So kann ein anderer sich zwar ein gewisses Bild von der Person machen wer er/sie ist, jedoch hat man dabei noch nicht die Antwort erörtert, wer die Person wirklich ist.

Nun könnte man ebenso sagen: ‚Ich bin dieser fleischliche, menschliche Körper.’ Dies ist sehr materialistisch gedacht und schließt den geistig-seelischen Aspekt völlig aus. Oder: ‚Ich bin mein Körper, den ich habe.’ Hierbei handelt es sich schon um einen Widerspruch in sich, da man demnach etwas ist, was man hat. Das schließt sich aus.

Viele Menschen, die noch ein sehr starkes Ego besitzen und vom Materialismus geprägt sind, würden sagen: ‚Ich bin, was ich habe’ oder ‚ich bin etwas, wenn ich gut gestylt bin’. Man definiert sich also durch sein Erscheinungsbild. Dabei handelt es sich um Identifikationen, die abhängig von gesellschaftlichen Vorstellungen sind. Man denkt, man sei nichts oder zu wenig wert, wenn man dies oder jenes nicht anzieht oder mitmacht. Es ist der Versuch, seine mangelnde Selbstwertschätzung aufzuwerten, in dem Glauben daran, dann genug wert für andere zu sein. Dies spielt sich alles auf dem Niveau des Egos, des Mangels (ich bin so zu wenig wert) und der Trennung (ich bin getrennt von den anderen, muss mich aber darum bemühen, um dazuzugehören) ab.

Wer sind wir also dann?

Ein spiritueller Mensch würde sagen: Ich bin der Geist oder die Seele und erfahre mich über meinen Körper’. Oder ‚Ich bin unendliches, göttliches Bewusstsein’. Diese Ansichten setzen sich mit einem höheren Selbst auseinander – einer schon ausgereiften Intelligenz, die einen Körper in der materiellen Welt führt, wie wir einen Charakter bei einem Computerspiel in einer digitalen Welt über eine Steuerung (Tastatur, Controller) bewegen würden.

Eckhart Tolle, spiritueller Buchautor, erwähnte in seinem Buch ‚Eine neue Erde’ den Satz: ‚Das formlose, eine Leben, das du bist.’ Demnach könnte man folgende, einfache Gleichungen aufstellen: Form = Begrenztheit, Formlosigkeit = Grenzenlosigkeit = energetisch-bereitstehendes Potential eine Form anzunehmen.

Auch könnte man, um bei dieser Betrachtung zu bleiben, lapidar sagen: ’Ich bin Energie’. Unsere Bewusstheit, wie weit sie auch gerade vorangeschritten sein mag, ist leicht als eine Form von Energie nachvollziehbar – zumal wir uns an manchen Tagen richtig gut und mit ‚Energie geladen’ fühlen. Das Energieerhaltungsgesetz besagt, dass Energie weder erzeugt noch zerstört, sondern nur umgewandelt werden kann. Wenn wir also tatsächlich eine Form von Energie sind, können wir demnach auch nicht zerstört, also für immer ausgelöscht werden. Beispielsweise würden wir beim Tod unseres physischen Körpers nur unsere Form verändern beziehungsweise in eine Formlosigkeit übergehen, existieren aber weiter. Somit kann man schon mal ausschließen, dass wir nur unser Körper sind.

Wer oder was wir nun auch sind, wir bestimmen dies durch unsere Absicht im Rahmen unserer Möglichkeiten stets selbst, da wir Schöpfer unseres Lebens sind.

Der Ausdruck ‚Ich bin’ ist für sich alleine schon der Schlüssel zur Programmierung unseres Seins. In diesen Zeiten des Paradigmenwechsels wird diese Programmierung zudem immer schneller umgesetzt, da die immer höheren kosmischen Energien, welche sich hier auf der Erde und im gesamten Sonnensystem manifestieren, alles beschleunigen. Dies ist mit ständig moderneren Computern vergleichbar, die eine höhere Rechengeschwindigkeit aufweisen, als der jeweils ältere. Erdachtes wird in kürzerer Zeit zur Realität.

Es ist an der Zeit, sich neu zu identifizieren.

 

(Bildquelle)